FAQ

Was ist Erasmus?

Erasmus ist ein Aktionsprogramm der Europäischen Union zur Förderung der Zusammenarbeit im Bereich der Hochschulbildung. Mit Erasmus erhalten Studierende ein Stipendium für ihr Auslandsstudium an einer der Partnerhochschulen unseres Instituts.

Wie sieht die finanzielle Förderung aus?

Die Teilnahme am Erasmus-Programm befreit von Studiengebühren an der Gasthochschule. Zusätzlich wird im Rahmen des Erasmus-Stipendiums ein Zuschuss zu auslandsbedingten Mehrkosten gewährt, sowie Sonderzuschüsse für Studierende mit besonderen Bedürfnissen oder mit Kindern. Die Höhe des Erasmus-Stipendiums ist an das jeweilige Zielland angepasst. Die voraussichtlichen Beträge für das Jahr 2014/15 lauten wie folgt (endgültige Betragshöhe ist noch nicht festgelegt):
Gruppe 1 (250 Euro / Monat): Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Liechtenstein, Norwegen, Österreich, Schweden.
Gruppe 2 (200 Euro / Monat): Belgien, Deutschland, Griechenland, Island, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Zypern.
Gruppe 3 (150 Euro / Monat): Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, ehem. jugoslawische Republik, Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Ungarn.
Lediglich Versicherungsprämien, studentische Sozialbeiträge, sowie Kosten für die Benutzung diverser Materialien können anfallen (vergleichbar mit unseren ‚Semestergebühren‘). Die Höhe dieser Kosten hängen von der jeweiligen Partneruni ab und können - sofern von den Gastuniversitäten angegeben - auf den Internetseiten der Partnerunis ermittelt werden.

Welche organisatorische Unterstützung erhalte ich?

Ein weiterer Vorteil des Erasmus-Programms ist der verringerte organisatorische Aufwand durch vereinfachte Zulassungsverfahren und Unterstützung bei der Vorbereitung. Je nach Gastuniversität gibt es Hilfe bei der Unterbringung, fachliche und kulturelle Betreuung, sowie i.d.R. ein erleichterter Zugang zu Sprachkursen.

Wie funktioniert die Anerkennung akademischer Leistungen?

Ein zentrales Anliegen des Erasmus-Programms ist die Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistungen an der Heimatuniversität. Hierzu wird der Besuch der an der Gasthochschule angebotenen Lehrveranstaltungen vor der Abreise mit dem Erasmus-Büro Soziologie abgesprochen und offiziell von dem Erasmus-Koordinator Herrn Sinß genehmigt. (Details siehe unten)

Wer kann sich bewerben?

Es können sich alle Studierende des Fachs Soziologie im Bachelor (Hauptfach oder Beifach), Master und aus Altstudiengängen bewerben. Zum Zeitpunkt des Auslandsaufenthaltes muss der Studierende mind. 2 Fachsemester abgeschlossen haben. Ein Auslandsstudium über Erasmus ist ab dem kommenden Erasmus-Jahr 2014/15 mehrmals möglich: Sowohl während des Bachelor-, Master und Phd-Studiums ist eine Erasmus-Stipendienförderung von bis zu 12 Monaten möglich. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit eines geförderten Auslandspraktikums, das zusätzlich zum Auslandsstipendium in Anspruch genommen werden kann (für detaillierte Informationen hierzu wenden Sie sich bitte an den EU-Servicepoint).

Wann gehe ich am besten ins Ausland?

Wir empfehlen ein Auslandssemester im Bachelorstudiengang im 5. Fachsemester (s. Studienverlaufsplan im Modulhandbuch). Ein Auslandsaufenthalt zu einem anderen Zeitpunkt ist durchaus möglich. Die Frage nach dem ‚besten‘ Zeitpunkt hängt davon ab, an welche Bedingungen ein Auslandsstudium geknüpft wird. Die optimale Integration in den Studienverlaufsplan und Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistungen kann generell nicht garantiert werden, sondern hängt vielmehr davon ab, wie das Auslandssemester individuell geplant wird. Wir empfehlen aber, sich nicht zu sehr von ‚Regelstudienzeiten‘ leiten zu lassen, sondern selbstbewusst die eigenen Ziele zu verfolgen. Für Masterstudierenden und Altstudiengänge gibt es in dem Sinne keine Empfehlung, hier muss das Auslandssemester individuell geplant werden.

Wie plane ich mein Auslandssemester im Bachelor-Studium?

Eine Garantie, sein Studium mit einem Auslandssemester so zu vereinbaren, dass man dadurch keine Zeit ‚verliert‘ können wir nicht geben. Plant man jedoch seinen Auslandsaufenthalt früh genug, kann man die Chancen für eine ‚optimale‘ Vereinbarung erhöhen. Bei entsprechender Planung im ersten Studienjahr könnte für Bachelorstudierende im Hauptfach der Studienverlauf dann wie folgt aussehen:
- der empfohlene Zeitpunkt für ein Auslandssemester ist das 5. Fachsemester
- fällt dieses auf ein Wintersemester, sind davon Qualitative Methoden und das Praxismodul betroffen
- da diese Veranstaltungen schwer im Ausland zu finden sind, lohnt es sich, diese in das dritte Semester (Qualitative Methoden), bzw. ins vierte Semester (Praxismodul) vorzuverlegen und stattdessen die Module ‚Gegenstandsbezogene Soziologien 2‘ und ‚Vertiefung‘ in das 5. Semester zu verschieben. Für diese Module lassen sich erfahrungsgemäß eher Äquivalente an den Gastuniversitäten finden.

Kann ich auch Veranstaltungen in meinem Beifach besuchen und mir diese anerkennen lassen?

Prinzipiell ist das möglich. Die Veranstaltungen des Beifaches können zusätzlich zu den 15 ECTS in Soziologie besucht werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Gasthochschule dem Besuch der Veranstaltungen zustimmt. Besonders dann, wenn diese aus einem anderen Fachbereich sind (die Insitute an anderen Universitäten sind teilweise ganz anders strukturiert), ist es empfehlenswert im Vorfeld anzufragen, ob die Möglichkeit dazu besteht. Bezüglich der Anerkennung muss der jeweilige Studienberater des Beifaches einer Anerkennung zustimmen.

Wie bewerbe ich mich?

Die Bewerbungsunterlagen sind fristgerecht bei uns abzugeben. Die Bewerbungsphase findet einmal im Jahr statt, die Bewerbungsfrist liegt i.d.R. im Januar.

Wo kann ich vorbereitende Sprachkurse besuchen?

Die JGU bietet ein breites Spektrum an Sprachkursen an, zu denen man sich über Jogustine anmelden kann.
Fremdsprachenzentrum
Sprachen Nordeuropas und des Baltikums
Weitere Möglichkeiten bieten beispielsweise auch die Volkshochschule Mainz.
Mit Einführung des neuen Erasmus+ sollen zukünftig vorbereitende Online-Sprachkurse angeboten werden. Weitere Informationen hierzu folgen.

Was passiert, wenn ich eine Zusage bekommen habe?

Im Fall einer Zusage, versenden wir an die ausgewählten Erasmus-Bewerber eine Nominierungs-Email, die den Link zum offiziellen Registrierungs-Portal der Abteilung Internationales enthält und die Anmeldung als Erasmus-Stipendiat in Mainz einleitet. Über den Link registriert sich der nominierte Erasmus-Stipendiat in einem Online-System, das die Daten des Studierenden erfasst. Am Ende der Registrierung wird ein Dokument generiert, das der Studierende ausdruckt, unterschreibt und in der Erasmus-Sprechstunde abgibt, oder in den Briefkasten des Studienbüros (Raum 03-320, Georg -Foster-Gebäude) wirft.

Was habe ich nach Abgabe der Online-Registrierung zu tun?

Die Registrierung wird von uns an die Abteilung Internationales weitergeleitet. Daraufhin erhalten die Bewerber alle notwendigen Dokumente, die im Rahmen des Erasmus-Programms auszufüllen sind. Bitte die Erklärungen und Informationen zur fristgerechten Abgabe der Erasmus-Dokumente aufmerksam durchlesen! Wir haben die Unterlagen rechts im Download-Bereich für euch zur Verfügung gestellt.

Ich muss mich an der Gasthochschule noch mal anmelden. Wie und warum?

In einem zweiten Schritt muss sich der nominierte Erasmus-Kandidat an der Gastuniversität anmelden. Die Fristen für die Anmeldung an der Partneruni sind unbedingt einzuhalten; je nach Universität liegen diese zwischen April und Juni für das Wintersemester und für das Sommersemester zwischen Oktober und Dezember. Die Anmeldung ist entweder online über die Homepage der Gastuniversität durchzuführen, bzw. werden die Studierenden von den Gastuniversitäten per Email angeschrieben. Das online generierte Anmeldeformular ist auszudrucken und fristgerecht mit allen anderen angeforderten Unterlagen an die Gastuniversität zu senden - an den meisten universitäten kann dies auch per Email geschehen.
Häufig ist eine englische Übersicht über die bisher in Mainz erworbenen Studienleistungen einzureichen. Eine Vorlage für die englische Version der Leistungsübersicht ('Academic Record') findet ihr im Download-Bereich auf der rechten Seite.

Ich höre nichts von meiner Partneruni, was soll ich tun?

Die Bearbeitungszeiten an den Gastuniversitäten können sich unter Umständen etwas hinauszögern, vor allem an denjenigen Universitäten, die viele internationale Studierende betreuen. Solltet ihr aber auch nach mehr als zwei Monaten nach eurer Anmeldung keine Antwort bekommen, solltet ihr aktiv werden. D.h. uns informieren und ggf. Kontakt zur Gastuniversität aufnehmen.

Wie plane ich den Besuch der Veranstaltungen an der Gasthochschule?

Oft erhalten die Bewerber direkt Informationen von den Gastuniversitäten über das Kursangebot. Ist das nicht der Fall, müssen sich die Bewerber selbstständig über die Internetseiten informieren. In einigen Ländern (bspw. Frankreich, Spanien) kann es vorkommen, dass das endgültige Kursprogramm erst zu Vorlesungsbeginn bekannt ist. In jedem Fall sollte versucht werden, das Kursangebot zu recherchieren. Gibt es keine aktuellen Informationen, können vergangene Semester Anhaltspunkte zum angebotenen Programm bieten. Die engere Kursauswahl (Soziologiekurse, ca. 15 ECTS) im Hinblick auf das Vereinbaren des Learning Agreements wird in der Erasmus-Sprechstunde besprochen. Für das Learning Agreement ist eine Kursbeschreibung als Email an Herrn Sinß zu schicken/ die int-Adresse. In schwierigen Fällen - etwa dann, wenn nur wenige oder sogar gar keine Soziologieveranstaltungen angeboten werden - unbedingt in die Sprechstunde kommen. Wird das Learning Agreement in den ersten Wochen des Auslandssemesters abgeändert, ist die Abänderung ebenfalls mit uns abzusprechen.

Wie funktioniert die Anerkennung meiner Leistungen?

Nur die mit uns abgesprochenen und auf dem Learning Agreement festgehalten Kurse können von uns als Studienleistung anerkannt werden. Nach dem Auslandsstudium ist das von der Gastuniversität ausgestellte Transcript of Records mitzubringen und die entsprechenden Veranstaltungen auf dem Formular "Transcript of Records der Sending Institution" auszufüllen.

Wie lasse ich mir die Gebühren für das Semesterticket in Mainz rückerstatten?

Bei einem Auslandssemester müssen trotzdem die in Mainz üblichen Semestergebühren überwiesen werden. Unter Umständen lohnt es sich aber, den Betrag für das Semesterticket sich rückerstatten zu lassen. Dazu stellt man einen Antrag beim Asta. Folgendes sollte man jedoch bedenken: Da die Semesterzeiten im Asuland deutlich von den deutschen abweichen, kehren einige der Outgoings bereits zwei bis drei Monate vor deutschem Semesterende nach Mainz zurück. Plant man also nicht, die Zeit im Ausland bis zum nächsten Semesterbeginn in Deutschland auszunutzen könnte das Semestertickte trotzdem im Anschluss an das Auslandssemester benötigt werden.

Lohnt sich ein Urlaubssemester und wie beantrage ich es?

Wird ein Urlaubssemester beantragt, hat das den Vorteil, dass die Fachsemester in Mainz nicht weitergezählt werden. Verbringt ein Ba-Studierender beispielsweise sein 5. Fachsemester im Ausland, zählt erst das nächste ‚Mainzer‘ Semester offiziell als 5. Fachsemester. Dennoch können die im Ausland erbrachten Leistungen in Mainz anerkannt werden. Zu beachten ist allerdings, dass im Fall eines Urlaubssemesters keine Prüfungen in Mainz abgelegt werden können/müssen. Diese Überlegungen können etwa dann wichtig sein, wenn man im Semester vor dem Auslandsaufenthalt eine Prüfung nicht bestanden hat; ohne Urlaubssemster müsste der nächstmögliche Wiederholungstermin wahrgenommen werden. Hat man bei einer nicht bestandenen Prüfung kein Urlaubssemester beantragt und befindet man sich im Semester nach der nicht bestandenen Prüfung im Ausland, ist man trotzdem automatisch zu der Prüfung angemeldet. Das Auslandssemester alleine stellt keinen Grund dar, die Prüfung nicht antreten zu können. Ein Nicht-Bestehen würde als weiterer Fehlversuch gewertet. Weitere Informationen sind hier zu finden.